Collectors´ Day

20. 11. 2011 | Sonntag | 10.00–19.00

 

Im Austauschsystem von Künstler/Werk und Sammler kommt den Galerien eine bedeutende Funktion zu. Ein Besuch bei einer der zahlreichen Kunstmessen zeigt, dass wir längst in einem Zeitalter der kulturellen Unübersichtlichkeit angekommen sind. Die Menge an unterschiedlichen Stilen und Positionen, an Jahr für Jahr in Erscheinung tretenden neuen Künstlernamen ist kaum mehr überschaubar – ein Phänomen der Post-Postmoderne. In diesem diffusen künstlerischen Milieu können Galerien ihre Kernkompetenzen ausspielen: hohes Fachwissen und extensive Vermittlungsarbeit, sei es im persönlichen Gespräch mit dem Sammler oder durch Publikationen.

 

Galerien sind heute, mehr denn je, Navigationsinstrumente im Dschungel eines künstlerischen „Anything goes“-Wildwuchses. Sie vermitteln dem Sammler ein Gefühl für Qualität abseits kurzfristiger Hypes, sie sind in der Lage, Positionen, an die sie glauben, durch Nachhaltigkeit in der Präsentation zu stärken und damit Orientierungsleistungen zu erbringen. Ein Galerist, der sein Metier mit Leidenschaft betreibt, sieht sich keinesfalls nur als Verkäufer, sondern als Konsulent und Dialogpartner eines Sammlers, mit dem er im Idealfall die Vision einer ästhetisch beglaubigten und künstlerisch konsistenten Kollektion gemeinsam realisiert.

 

Collectors’ Day - Die Leidenschaft des Sammelns ermöglicht einen intensiven Austausch unter Kunstfreunden, Sammlern und Neueinsteigern.